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Bleiben lohnt sich: Urlaub in Hallein

Hallein ist so ein Ort, bei dem wir schnell merken: Für eine Nacht wäre uns das eigentlich zu wenig. Am ersten Tag schlendern wir durch die Altstadt, am nächsten zieht es uns hinauf auf den Dürrnberg und irgendwann dazwischen sitzen wir mit einem Kaffee in einem mittelalterlichen Gasserl und überlegen schon, was wir am nächsten Tag noch machen könnten. Genau das mögen wir hier. Vieles liegt nah beieinander, und trotzdem fühlt sich jeder Tag ein bissl anders an.
Mal geht es um Geschichte und Kultur, mal ums gute Essen, mal raus aufs Rad oder hinauf auf den Berg. Wer ein paar Tage bleibt, bekommt schnell ein Gefühl für die Stadt und entdeckt auch jene Ecken, an denen man bei einem kurzen Stopp leicht vorbeigeht. Wir finden: Genug Stoff für einen abwechslungsreichen Urlaub! Deshalb haben wir ein paar Ideen gesammelt, wie sich ein Urlaub in Hallein und Bad Dürrnberg ganz entspannt füllen lässt.
Erst einmal durch die Stadt
Für den Anfang nehmen wir uns Zeit für Hallein selbst. Die Altstadt lässt sich wunderbar zu Fuß entdecken. Durch schmale Gassen geht es von Platz zu Platz, dazwischen tauchen Innenhöfe, alte Bürgerhäuser und Spuren der Salzgeschichte auf. Wer genauer wissen möchte, was hinter den Fassaden steckt, schließt sich einer Stadtführung an. Die klassische Führung startet beim Tourismusverband auf der Pernerinsel und führt rund eineinhalb Stunden durch die Stadt. Dabei geht es um die alten Sudhäuser, die Küfer, das Salz und natürlich um Geschichten, die man beim Vorbeigehen kaum entdecken würde. Im aktuellen Angebot finden sich außerdem verschiedene Themenführungen und Rundgänge.
Danach bleiben wir gleich bei der Geschichte. Im Keltenmuseum begegnen uns Funde vom Dürrnberg und eine Vergangenheit, die weit vor die mittelalterliche Stadt zurückreicht. Das Museum zählt zu den großen Häusern für keltische Geschichte und Kunst in Europa. Für Familien gibt es eine eigene interaktive Ausstellung rund um Archäologie. Ein paar Gassen weiter wartet das Stille Nacht Museum Hallein im früheren Wohnhaus von Franz Xaver Gruber. Hier lebte der Komponist viele Jahre und gleich gegenüber in der Stadtpfarrkirche war er als Organist tätig.
So bekommen wir schon am ersten Tag ein recht gutes Gefühl dafür, warum Hallein aussieht, wie es heute aussieht. Und trotzdem bleibt noch einiges übrig für morgen. Und übermorgen.
Am nächsten Tag geht’s auf den Berg
Von der Altstadt hinauf auf den Dürrnberg wechseln wir innerhalb weniger Kilometer die Perspektive. Unten liegen Salzach und Stadt, oben beginnen Waldwege, Bergwiesen und eine Geschichte, die tief in den Berg hineinführt. In den Salzwelten Salzburg fahren wir mit der Grubenbahn ins Bergwerk, sausen über die Bergmannsrutschen und folgen der Geschichte des Salzabbaus unter Tage. Direkt daneben führt der Kelten.Erlebnis.Berg zurück in die Zeit vor mehr als 2.600 Jahren. Im rekonstruierten Keltendorf SALINA bekommen Familien einen anschaulichen Eindruck davon, wie die Menschen hier gelebt und gearbeitet haben. Für Kinder gibt es Rätsel, Spielbereiche und viel zum Ausprobieren. Wer danach noch weiter hinauf möchte, nimmt den Zinkenkogel ins Visier. Der Halleiner Hausberg erreicht 1.337 Meter. Für den Weg ins Tal gibt es eine ziemlich flotte Variante: Der Keltenblitz führt über 2,2 Kilometer zurück zur Talstation. Wer lieber zu Fuß unterwegs ist, findet rund um Bad Dürrnberg ebenfalls Wanderwege und Möglichkeiten für einen ausgedehnten Bergtag.
Diese Kombination gefällt uns besonders: Am Vormittag stehen wir tief im Salzberg, ein paar Stunden später schauen wir vom Berg hinunter ins Salzachtal.
Hallein schmeckt auch nach Urlaub
Nach so viel Geschichte und Bewegung darf der Tisch ruhig ein bisserl voller werden. Rund um die Altstadt finden sich Gasthäuser, Restaurants, Cafés und kleine Lokale für eine längere Pause. Mal passt eine Mehlspeise zum Kaffee, mal eine ordentliche Portion Kasnock’n zum heimischen Bier. Wer sich für die Halleiner Biergeschichte interessiert, kann auch einen Abstecher nach Kaltenhausen einplanen. Dort lässt sich bei einer geführten Bier-Tour ein Blick auf Sudpfannen, Gär- und Lagerkeller sowie die historische Fassbinderwerkstatt werfen. Eine Verkostung gehört ebenfalls zum Programm. Wir mögen an solchen Urlaubstagen besonders, dass der Abend offenbleiben darf. Vielleicht noch ein Eis in der Altstadt, vielleicht ein Getränk am Bayrhamerplatz oder eine Runde entlang der Salzach. Herrlich entspannt.
Einen Tag lang radeln
Hallein liegt günstig für alle, die im Urlaub gern aufs Rad steigen. Tauernradweg und Alpe-Adria-Radweg führen durch die Region, dazu kommen zahlreiche Tages- und Mountainbike-Touren rund um die Stadt, den Dürrnberg und das Salzachtal. Das eigene Radl darf dabei ruhig daheimbleiben. Beim Tourismusverband Hallein/Bad Dürrnberg stehen City-Bikes, E-Bikes, Kinderbikes und E-Gravelbikes zum Verleih. Besonders praktisch finden wir die 24H-Bikebox: Nach vorheriger Reservierung bekommt ihr einen PIN-Code und könnt das Rad samt Helm unabhängig von den Öffnungszeiten übernehmen. Auch die Rückgabe funktioniert über das Self-Service-System. Direkt am Bahnhof gibt es zusätzlich eine frei zugängliche Reparaturstation mit Pumpe und Werkzeug.
Und wohin geht die Runde? Drei Ideen haben wir gleich parat!
- Für Genießer:innen: Von Hallein geht es entlang der Salzach Richtung Salzburg und weiter zur Wallfahrtskirche Maria Plain. Die Strecke gilt als leicht, erst am Plainberg wartet ein kurzer Anstieg. Für den Rückweg lassen sich Salzburg und Schloss Hellbrunn wunderbar als Zwischenstopps einbauen.
- Für Familien: Eine gemütliche Etappe am Tauernradweg eignet sich gut für einen gemeinsamen Radtag. Von Hallein führt der Weg weitgehend entlang der Salzach Richtung Salzburg. Unterwegs gibt es immer wieder Plätze für eine Pause, und am Ende lässt sich die Tour mit einem Eis oder einem Stadtbummel verbinden. Wer länger fahren möchte, folgt dem Fluss weiter Richtung Norden.
- Für Sportliche: Die Rossfeldrunde bringt ordentlich Höhenmeter ins Spiel. Der Rennradklassiker führt von Hallein hinauf zur Rossfeld-Panoramastraße und öffnet den Blick auf Hohen Göll, Kehlstein, Untersberg sowie Tennen- und Dachsteingebirge. Das ist die Runde für einen Urlaubstag mit kräftigen Wadln.
Und was machen wir morgen?
Nach ein paar Tagen kennen wir unsere Lieblingsgasse, haben Salz unter Tage erlebt, sind am Dürrnberg unterwegs gewesen und haben mit dem Rad ein gutes Stück Salzachtal gesehen. Gleichzeitig steht auf unserer persönlichen Liste noch einiges: eine weitere Führung, ein zweiter Museumsbesuch, vielleicht eine Wanderung oder einfach ein langer Vormittag in der Altstadt. Darin liegt für uns auch der Reiz eines Urlaubs in Hallein und Bad Dürrnberg. Die Wege sind kurz, die Tage können ganz unterschiedlich aussehen und viele Erlebnisse beginnen direkt vor der Haustür. Also bleiben wir noch ein bisserl. Und wann kommt ihr?
Fotocredits: ©TVB Hallein/






