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Wanderung auf die Barmsteine: zwischen Felsen und Fernblick

Eine kurze, aber knackige Wanderung, die mit einem atemberaubenden Ausblick belohnt: Die Wanderung zu den wie Felstürme aussehenden Barmsteinen ist das ideale Programm für einen schönen Frühsommertag. Rund 30 Kilometer von Salzburg entfernt locken der Kleine und der Große Barmstein mit einer abwechslungsreichen Tour. Schattige Waldabschnitte gehören ebenso zur Wanderung wie steile Stellen, bei denen Trittsicherheit und Schwindelfreiheit gefragt sind.
Obwohl der Kleine Barmstein mit 841 Metern nur zehn Meter niedriger ist als der Große Barmstein, wird er häufig als sein Nebengipfel wahrgenommen. Die beiden markanten Felsen liegen unmittelbar nebeneinander und prägen gemeinsam die charakteristische Silhouette der Barmsteine. Von beiden Gipfeln hat man einen spektakulären Ausblick auf Salzburg, das Tennengebirge und das Berchtesgadener Land. Die Aufstiege sind stellenweise sehr steil und als schwarze Bergwege markiert.
Im Volksmund werden die Barmsteine auch liebevoll „Halleiner Ohrwaschln“ genannt.
Parken und Start der Wanderung
Am bekanntesten ist der Parkplatz in der Ortsmitte von Marktschellenberg im Berchtesgadener Land. Von dort aus startet die klassische Wanderroute über den Köpplschneid zu den Barmsteinen. Wir kommen aber von Salzburg und fahren mit dem Auto über die Autobahn nach Hallein, an der Pernerinsel vorbei in Richtung Dürrnberg und die Dürrnberger Landesstraße hinauf. Kurz vor der Nummer 16 und direkt gegenüber dem grünen Schild mit gelber Schrift „Pichler Innenarchitekt und Tischlermeister“ befindet sich ein kleiner Parkplatz wo wir das Auto abstellen.
Ein kurzes Stück geht es die Straße entlang hinauf, dann zweigt auch schon rechts ein asphaltierter Weg ab in Richtung der Barmsteine. Nach ein paar Minuten Gehzeit windet sich ein Schotterweg auf der rechten Seite weiter nach oben, beschildert ist er mit„Bgm. Alois Oedl Steig, Gr. und Kl. Barmstein“.
Durch schattige Waldstücke zur Ruine Thürndl
Der erste Abschnitt der Wanderung führt uns zur Ruine Thürndl. Der Weg bis zur Ruine ist übrigens noch nicht allzu steil und darum als roter Weg markiert. Es geht die meiste Zeit recht gemütlich bergauf durch schöne Waldstücke. Nach rund 30 Minuten Gehzeit erreichen wir die denkmalgeschützte Ruine, die inmitten von Bäumen aufragt und als ein Wahrzeichen von Hallein gilt. Man nimmt an, dass die Mauern rund 800 Jahre alt sind und im 13. Jahrhundert Teil der Halleiner Befestigungsanlagen waren.

Auf zum Kleinen Barmstein
Nach einer kurzen Verschnauf- und Trinkpause bei der schönen Ruine setzen wir unseren Weg in Richtung Barmsteine fort. Es geht wieder durch den Wald, vorbei an einer Frühlingswiese und hinein in den nächsten Waldabschnitt. Die Route führt immer gemächlich bergauf. Am nächsten Wegweiser ist der Kleine Barmstein mit 20 Minuten Gehzeit und einem schwarzen Punkt ausgeschildert. Wir folgen dem Schild und gehen steile Stufen hinauf. An der Seite ist ein Seil, an dem man sich die ganze Zeit über gut festhalten kann.
Schon bald erreichen wir den Gipfel, der zwar kein Gipfelkreuz hat, auf dem aktuell jedoch ein kleiner Maibaum thront. Der Ausblick auf die Keltenstadt Hallein ist bereits Kleinen Barmstein aus beeindruckend, weshalb sich eine kleine Pause hier absolut lohnt. Auch der Blick hinüber zum Großen Barmstein ist einzigartig, denn der Felsen ragt vom Kleinen Barmstein aus gesehen beinahe senkrecht aus der Erde. Wir sind inzwischen circa 60 Minuten unterwegs und haben für die kurze Gehzeit schon richtig viel gesehen.
Einer Legende nach verdanken die Barmsteine ihre Form dem Teufel: Als er eine Prozession im Tal erblickte, geriet er in Zorn und riss mit seinen Klauen so tief in den Felsen, bis das Massiv entzwei brach.
Der Große Barmstein lockt mit atemberaubender Aussicht
Wir machen uns nun an den Abstieg vom Kleinen Barmstein. Unten angekommen sind wir uns einig, wir möchten unbedingt auch noch auf den Großen Barmstein gehen. Dieser ist vom Kleinen Barmstein noch rund 40 Gehminuten entfernt. Weiter geht es durch den Wald bis wir zu einem Alpinen Steig gelangen, der ebenfalls durchgehend mit Seil und Stange gesichert ist. Die rot-weiß-rote Markierung ist deutlich zu sehen, ihr könnt den felsigen Steig also nicht verpassen. Nun geht es ein Stück richtig steil hinauf, teilweise kraxeln wir fast und müssen uns dabei richtig konzentrieren. Aber keine Sorge, wer den Aufstieg zum Kleinen Barmstein geschafft hat, wird auch diese Steigung problemlos meistern.
Nach rund 20 Minuten erreichen wir das Gipfelkreuz vom großen Barmstein. Aber aufgepasst: Es wird noch besser! Geht unbedingt weiter den Weg entlang bis zum Rand des Barmsteins und ihr habt einen traumhaften Blick auf Hallein und den Kleinen Barmstein.
Insgesamt haben wir für die Wanderung bei gemütlichem Tempo inklusive kleiner Pausen rund drei Stunden gebraucht. Somit sind die Barmsteine eine perfekte Tour für all jene, die trotz wenig Zeit nicht auf Abwechslung verzichten wollen.
Habt ihr jetzt auch Lust bekommen auf die „Bamstoana“ zu wandern? Dann nichts wie los!
Bildcredits: © E. Bärnthaler









