Veranstaltungen

Eröffnung: I AM. I AM NOT. I AM YOU. – Carola Schmidt

Performance
Lulu Schmidt & Viktoria Winter
THE HAMLET / AI MONOLOGUES  ChatGPT Gone Wild

I AM. I AM NOT. I AM YOU. taucht ein in das ekstatische Chaos einer digitalen Selbstsuche. Carola Schmidt, auch bekannt als Lulu Schmidt, vereint KI-generierte Bildwelten, die von The Ghost in Öl übertragen wurden. Zwischen göttlicher Hingabe und Systemabsturz, zwischen algorithmischer Präzision und emotionalem Kollaps – eine Identitätssuche durch die Maschine gespiegelt. Schmidts künstlerische Praxis entfaltet sich als Zeremonie des Fehlers. Das Werk bietet keine Lösungen, sondern eröffnet einen Raum ethischer und emotionaler Mehrdeutigkeit. Ihre Arbeit schwingt im Einklang mit dem übergeordneten Ruf der Schmiede: Die Konsequenzen unserer Werkzeuge durch poetische Konfrontation, sinnliches Denken und gemeinsame Präsenz zu hinterfragen.

Carola Schmidt studierte an der Universität für angewandte Kunst Wien (bei Gabriele Rothemann) und an der Universität der Künste Berlin (bei Rebecca Horn).

Als Multimedia-Künstlerin arbeitet sie in den Bereichen Bildende Kunst, Video, Performance, Musik und Schauspiel. Ihre Praxis kreist um Themen wie Transformation, Identität und spirituelle Erfahrung in einem Zeitalter der technologischen Entfremdung.
Schmidts künstlerische Reise konzentriert sich auf die sich verändernde Natur des Selbst – auf Übergänge vom emotionalen Objekt zum emotionalen Zustand. Ihre Arbeit erforscht die Grenzen zwischen Identität, Wahrnehmung und Technologie in der zeitgenössischen Kunst, wobei die Grenze zwischen Künstler und Betrachter immer wieder verwischt wird.

Unter ihrem Alter Ego Lulu Schmidt bewegt sie sich nahtlos zwischen Film, bildender Kunst, Theater und Musik. Auf der Bühne erforscht sie Riten der Energiekanalisierung und weckt den Wunsch nach hingebungsvoller Intensität – eine fast religiöse Hingabe an die eigene innere Göttlichkeit.

Ihr künstlerischer Ansatz beruht auf der Umwandlung von Scheitern in Kraft und von Verletzlichkeit in eine Quelle der Stärke und Verbindung.
Diese Sehnsucht – nach einer Verbindung mit etwas, das größer ist als wir selbst – zieht sich durch ihr Werk als Gegenmittel zur zunehmenden gesellschaftlichen Entfremdung. Ein Sinn für spielerische Ironie und subtile Verweise auf ekstatische, quasi-spirituelle Zustände, die durch künstlerisches Schaffen erreicht werden, sind charakteristische Elemente ihres Stils.

THE GHOST
Studium der Malerei an der Universität für Angewandte Kunst Wien bei Christian Ludwig Attersee und an der Akademie der bildenden Künste Wien bei Daniel Richter. Der ‘Ghost’ schöpft aus der Tiefe menschlicher Emotionen, frei von persönlicher Geschichte oder sozialen Identitäten. In seiner künstlerischen Praxis vereint er digitale Präzision mit tiefer menschlicher Empfindung, was zu einer einzigartigen Symbiose führt: eine Hommage an die Kunst, über das Sichtbare hinauszugehen und das Unsichtbare fühlbar zu machen. Der ‘Ghost’ steht als Kunstfigur für eine tiefe Kanalisierung von Emotionen, wobei das Persönliche im Hintergrund bleibt und das „Universelle“, Befreite und Neutrale in den Vordergrund tritt.

Seine Arbeit spiegelt ein reines Gefühlsempfinden wider, eine innere Auseinandersetzung, die ohne die Last der eigenen Identität gedeiht. Diese Kunstfigur hat kein “Woher”, nur ein “Wohin”. Die Arbeiten des ‘Ghost’ basieren auf einer Vision von etwas Größerem. Er nimmt digitale Schöpfungen und haucht ihnen durch seine Pinselstriche mit Liebe und Hingabe Leben ein, verleiht ihnen Seele und Aura. Jedes Werk des ‘Ghost’ ist eine Wiedererzählung aus der computergenerierten Wirklichkeit, eine kreative Wiedergeburt. Ähnlich einem Schauspieler, der eine Rolle neu interpretiert.

Der serielle Aspekt führt zu einer Sammlung von Unikaten, die dasselbe Motiv aufweisen, doch jedes Werk ist ein individuelles Meisterwerk. Das Auskundschaften kleinster Einzelheiten, umgesetzt mit Malerei, offenbart das unbekannte Wesen der digitalen Welt, die Art ihrer Intelligenz. Dieses Nachempfinden ist ein Kampf zwischen rationalem Verstehen und dem Seelenhaften in der Kunst. In der ständigen Suche nach Perfektion durchlebt er sowohl die Freuden des kreativen Erfolgs als auch die Herausforderungen des künstlerischen Prozesses.

Das Aufbrechen der Oberflächen und Herausbringen ihres Mikrokosmos erzählt in neuer Sprache vom virtuellen Sein, von künstlicher Vorstellungskraft und von digitalem Finden der Farbe und der Form. Es ist ein künstlerisches Unterfangen, das über die bloße Darstellung hinausgeht und versucht, unserer Zeit möglichst nah auf den Zahn zu fühlen.

Ausstellungsdauer: Mittwoch, 17. September 2025 – Samstag, 25. Oktober 2025
Mittwoch bis Freitag: 16.00 – 19.00 Uhr
Samstag: 10.00 – 13.00 Uhr 

 

Preisverleihung: Salzburger Landesstipendium Medienkunst 2025
Landeshauptmann-Stellvertreter Stefan Schnöll überreicht an Christiane Peschek

Die in Salzburg geborene Künstlerin Christiane Peschek erhält das Jahresstipendium Medienkunst 2025 des Landes Salzburg. Sie versteht ihre Arbeit als Wahrnehmung und Reflexion des digitalen Zeitgeists und seiner Auswirkungen auf den Menschen. 
Schnöll: „Freiraum für Kunst-Talente.“

Emotion und Technologie
Pescheks Arbeiten kreisen um die „internet gaze“ – ein digitaler Blick, der Nähe und Entfremdung zugleich spiegelt. In Klang- und Bildräumen verbindet sie Emotion und Technologie zu flüchtigen Momenten der Berührung. Die Jury überzeugte die starke poetische Sprache mit überraschenden Verschränkungen. Ihre Arbeiten befinden sich in Sammlungen der ING DiBa Art Collection, Artothek des Bundes Belvedere21, dem Museum für Moderne Kunst Salzburg und dem Kupferstichkabinett Wien und wurden international ausgestellt.

Mythen in der Digitalwelt
In ihrem Stipendienjahr wird sich Christiane Peschek mit dem interdisziplinären Projekt PHOENIX CASTLE beschäftigen. „Darin erforsche ich die Verbindungen zwischen dem westlichen Bild von östlicher Tradition, online hypes und digitalen Praktiken. Parallel dazu analysiere ich, wie traditionelle japanische Mythen, über soziale Medien wie TikTok und Instagram in digitale Erzählräume überführt und aktualisiert werden“ erläutert die Stipendiatin ihr Vorhaben